„Hilfe, das Bild hängt schief!“ Nicht mit der „Leisten- oder Fadenhängung“ – So schön kann KUNST sein.

Warum die mit Kunst gestaltete Wand, auch wenn sie nicht die eigene ist – und vielleicht gerade deshalb – zur absoluten Herausforderung werden kann?

Eigentlich kann KUNST doch so schön sein. – Was die Stuttgarter Redakteurin Daphna Ute Wildemann in ihrem Hamburger Hotelzimmer unmittelbar vor ihrem Interview mit Hadi Teherani geradezu emotional „ergriff“, beschreibt sie wie folgt:

„Das Bild hängt schief!“ “Ich finde Bilder aufhängen schwierig. Nicht die Tätigkeit an sich, sondern die Fakten, die ein Bild an der Wand schafft. Hängt es erst einmal, fühlt sich das so unendlich endgültig an wie ein Eheverspechen. Und da geht’s ja schon los. Nicht falsch verstehen, ich liebe Bilder. […] Und da hing es nun, das Bild im Bad. Ein Poster von Twiggy in schwarz-weiß, umzäunt von einem unterarmdicken Bilderrahmen an der Wand über dem Spülkasten in meinem Hotel in Hamburg. Und das Bild hing schief. Das arme dünne Mädchen mit Augen wie ein Kälbchen hatte Schlagseite wie ein Leichtmatrose auf Landgang. Ich konnte mich nicht entscheiden, schaue ich in die Minibar oder bringe ich diese Sache hier in Ordnung. Ich entschied mich für die Ordnung. Kann man ja so nicht lassen. Kaum geradegerückt, rutschte das renitente Ding wieder seitlich nach unten. Vorsichtig half ich nach, doch es nützte nichts. Fast wäre ich zu spät zu meinem Interview mit Hadi Teherani gekommen. Und da ich ein ehrlicher Mensch bin, hätte ich erklärt, dass der Grund für mein Zuspätkommen ein schief hängendes Bild von Twiggy im Bad über meinem Spülkasten in meinem Hotel gewesen sei. Meinen Sie, der Mann hätte mich da noch ernstgenommen?
Um nicht noch des Nachts der Versuchung des schief hängenden Bildes zu erliegen und in einen unheilvoll gurgelnden Strudel der Auflösung aller Ordnung zu geraten, hängte ich das Bild ab und knipste das Licht aus. Soweit kommt das noch. Kann ja jeder machen, was er will. Aber nicht, wenn ich das sehen muss.“

Jetzt hängt das Bild wieder gerade und die Welt ist in Ordnung…

Mit der Fadenhängung sind Bilder schnell austauschbar und mühelos auf die passende Höhe korrigiert und präsentiert. Die dazu benötigte Bilderschiene bringen wir an der Deckenunterkante an. Beliebig können kleine durch eine Klemmschraube höhenverstellbare Haken entsprechend der Bilderanzahl gesetzt werden. Die Bilder, einzeln an unsichtbaren Fäden mobil gehängt, können somit nach Bedarf gewechselt werden. Eine spannende Herausforderung für Kunstliebhaber, die darüberhinaus Abwechslung lieben.

Abwechslung und eine spannungsreiche Wandgestaltung schaffen auch Bilderleisten, die fest an der Wand installiert werden. Die Spannung kann erhöht werden, indem die Rahmen in der gleichen Holzfarbe wie die Wandfarbe gestaltet werden. Dasselbe gilt für eine Holzleiste und den passenden Holzrahmen. Warum dieses Ensemble nicht mit kleinen figuralen Exponaten ergänzen, wie es die nachfolgende Über-Eck-Hängung zeigt? Dabei stehen die zusätzlichen Exponate auf kleinen Wandpaneelen.

Unser nächster TIPP für eine perfekte Wandgestaltung mit Kunst ist „KUNST In-LINE“, dicht an dicht gehängt oder auch gestellt. Ob stehend auf dem Sideboard oder am Boden, in horizontaler Linie als „LINIE-UP“ vom Boden bis zur Decke. Diese gelungene Unterbrechung fordert Aufmerksamkeit und löst Begeisterung über das Auge des Betrachters aus. – Weil wir es anders aber besonders lieben!

Haben wir in der Serie der Wohn-Storys „So schön kann Kunst sein“ am 5.6.2020 mit der Bilderhängung „KUNST um die Ecke“ begonnen – damals die Inneneckgestaltung gezeigt, schließen wir diese Serie mit der Außeneckgestaltung ab:

Wenn nun KUNST im Bereich Wohnen und Leben so schön sein kann, stellt sich für uns am Ende dieser Wohnstory noch eine zentrale Frage: Wo verläuft die Grenze zwischen Kunst und Design? Wäre das nicht eine Frage, über die es sich nachzudenken lohnt?

Keine andere als die in Buenos Aires geborene, in Milano Industrial-Design studierte und in Como lebende und schaffende Künstlerin Alek O kann uns dazu eine treffendere Antwort geben: „Designer gestalten Objekte, die man benutzen soll. Sie entwerfen neue Dinge. Dazu betrachten sie diese von allen Seiten, denken darüber nach und verbessern sie immer wieder. – Künstler machen es genauso. Sie gehen um ihr Werk herum und denken darüber nach. Aber sie haben einen entscheidenden Vorteil: Sie interpretieren die Dinge, die die Designer schon entworfen haben, ganz anders und neu. Die große Freiheit liegt also darin, frei von der Verantwortung zu sein, dass das eigene Objekt benutzbar sein muss.“

Erfreuen Sie sich an Kunst, besonders Ihren Kunstschätzen, an Wohnen und Leben und der einmaligen Symbiose dieser!

Für Ihre individuellen KUNST-Schätze entwickeln wir gerne die perfekte Lösung, die dem Wert dieser Ausdruck und Würde verleiht, was schließlich zu einem Gefühl des Wohnens und Lebens führt, die Sie selbst und Ihre Lieben immer wieder neu zum Staunen anregt.

So schön kann Kunst sein! – Nehmen Sie uns beim Wort!

Ihr Einrichtungshaus TAUSCH

Literaturangabe:   Wildemann, D.U., (2020): „Das Bild hängt schief!“ In: Wohn!Design 4/2020, S. 62